Krebse und Garnelen
Krebse
Flusskrebse übernehmen im Aquarium wie in freier Natur die Rolle der Gesundheitspolizei. Tote und kranke Tiere werden gefangen und gefressen, wodurch die Verbreitung von Krankheiten bzw. das Umkippen des Wassers eingeschränkt wird.
Ein Aquarium allein ist schon ein faszinierendes Hobby, durch das Beobachten von Krebsen wird es um eine tolle Attraktion bereichert. Bei der richtigen Pflege können alle Lebenszyklen und die Verhaltensweisen beobachtet werden: Von der Paarung, über eine interessante Brutpflege bis hin zum Häuten der Tiere.
Wenn man ein paar Grundregeln (Anspruch an Lebensraum, Verhalten und Wachstum) beachtet und einhält, sind Flusskrebse sehr leicht im Aquarium zu halten. Im Vergleich zu vielen Aquarienfischen sind Süsswasserkrebse eher anspruchslos, was die Bedingungen an die Wasserwerte betrifft. Allerdings lieben die meisten Arten sauberes und sauerstoffreiches Wasser. Mann konnte mehrmals beobachten, dass ein Wasserwechsel die Fortpflanzung, Häutung und somit das Wachstum anregt.
Ideal ist die Haltung in einem Artenbecken. Man kann die Tiere unter bestimmten Umständen auch vergesellschaften. Ist das Becken für eine artgerechte Haltung zu klein und bietet es zuwenig Reviere bzw. Versteckmöglichkeiten, kann es zu Rivalitäten und Kannibalismus untereinander führen, was den Verlust einiger Tiere bedeutet.
Da sich Krebse überwiegend am Boden aufhalten, ist es wichtig für jede Krebsart, die notwendige Grundfläche zur Verfügung zu stellen.
Flußkrebse sind hervorragende Kletterer, jedes Kabel und jeder Schlauch des Aquariums reicht aus, um daran hoch zu klettern und auszubrechen. Die Tiere vertrocknen dann jämmerlich (nach ca. 12 Stunden). Man muss daher für eine „Abdichtung“ des Beckens sorgen.
Viele Krebse sind starke „Gräber“ und versuchen das Aquarium nach ihren Vorstellungen umzugestalten
Garnelen
Zwerggarnelen erfreuen durch ihre Artenvielfalt, die relativ leichte Vermehrung (auch Anfängern können Erfolge verzeichnen) und ihrer abwechslungsreichen Farbenpracht, sowie der Zuchtauslese immer mehr Aquarianer. Sie stellen eine tolle Abwechslung und eine wertvolle Bereicherung für die Aquaristik dar.
Es ist unbeschreiblich schön, die filigranen Garnelen bei der Nahrungs- und Partnersuche durchs Aquarium schweben zu sehen. An diese Eleganz kommt kein Fisch heran.
Die meisten Zwerggarnelen – Arten stammen aus Afrika, Asien und einigen westpazifischen Inseln. In Japan ist die Zucht von Farbmorphen diverser Garnelenarten ein wahrer Volkssport und die Zuchtvarianten der Garnelen werden teils zu astronomischen Preisen gehandelt. Garnelen fressen häufig gerne Algen. Auch Fischfutter in Form von Flockenfutter, Frostfutter und Futtertabletten werden gerne von den Garnelen angenommen. Damit sorgen sie für ein optisch sauberes Aquarium und verrichten hervorragende Dienste bei der Prävention gegen Algen, indem sie auf den Pflanzenblättern alle Oberflächenalgen abweiden.
Die Haltung von Zwerggarnelen kann selbst in kleinsten Aquarien erfolgen. Die Tiere scheinen sehr sozial zu sein und kümmern, bzw. sterben, wenn sie nicht genügend Artgenossen um sich haben. Um eine artgerechte Haltung der Zwerggarnelen zu gewährleisten, sollte man mindestens 8-10 Tiere pro Art halten. Sehr schön zur Geltung kommen die Garnelen, wenn man sie in grösseren Mengen in Artaquarien hält. Hier reichen schon Becken mit 30 cm Seitenlänge aus.
Die Garnelen lassen sich gut mit Welsen der Gattung Ancistrus und friedlichen kleinen Fischen, wie beispielsweise den Endler Guppies vergesellschaften. Garnelen können allerdings scheu werden und sich nur wenig zeigen, wenn hektische Fische im Becken schwimmen. In einem dicht bepflanzten Aquarium kommen genügend junge Garnelen zur Welt, sodaß man immer eine ausreichende Population hat. Junge Zwerggarnelen finden eigentlich immer genug Futterreste und man muss sie nicht zusätzlich füttern.
Je nach Art sind die Garnelen schon nach 3 bis 6 Monaten geschlechstreif. Die Lebenserwartung der meisten Zwerggarnelen liegt zwischen 18 Monaten und 2 Jahren. Die meisten Garnelen bevorzugen kühlere Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad im Becken. Temperaturen über 28 Grad können zu Ausfällen von Zwerggarnelen führen. Garnelen gehören zu den Wirbellosen und müssen um zu wachsen, wie die Krebse, ihre alte Haut abstreifen.








