Haltung und Erziehung

Spaß und Bewegung für Ihren Welpen
In den ersten Lebensmonaten tollen Welpen so ausgelassen in Wohnung bzw. Haus herum, dass Sie nicht unbedingt für zusätzliche Bewegung sorgen müssen. Wenn Sie mit ihm das Haus verlassen müssen, bevor er alle Impfungen erhalten hat, nehmen Sie ihn auf den Arm. Mit anderen Hunden und Welpen, die gesund und geimpft sind, können Sie ihn sorglos spielen lassen.

Halsbänder und Leinen
Um zu verhindern, dass Ihr Welpe sich gegen den ungewohnten Zwang wehrt, sollten Sie ihm für den Anfang eine besonders leichte Leine und ein entsprechendes Halsband kaufen. Gewöhnen Sie ihn langsam an das Halsband, zuerst nur für wenige Minuten und dann über einige Wochen hin für immer längere Zeit. Mit der Gewöhnung an das Halsband können Sie beginnen, sobald Sie den Welpen zu sich geholt haben.

Prüfen Sie regelmäßig, ob das Halsband noch richtig sitzt, denn Ihr Welpe wird schnell größer. Sie sollten zwei Finger problemlos unter das Halsband schieben können. Wenn Ihr Junghund älter wird, müssen Sie ihm robustere Halsbänder und Leinen kaufen. Gehen Sie mit Ihrem jungen Hund nur auf die Straße, wenn er angeleint ist. Eine Erkennungsmarke mit Ihrer Telefonnummer am Halsband bewährt sich, falls er doch einmal ausreißen sollte.

Für manche Rassen, wie z.B. Pekinesen, empfiehlt es sich, ein Hundegeschirr anzulegen. Wie viel Bewegung Ihr Hund braucht ist, von Rasse und Alter abhängig. Einige Rassen lieben lange Spaziergänge und wollen gefordert werden, während kleine Rassen oft schnell ermüden.

Gemeinsames Spiel
Das gemeinsame Spielen mit Ihrem Hund macht sowohl Ihnen als auch Ihrem Hund viel Spaß und ist gut für die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Achten Sie aber darauf, dass das Spiel nicht zu heftig wird. Sonst könnte Ihr Hund das als Erlaubnis für ein Verhalten interpretieren, das andere Menschen später nicht besonders schätzen. Um die Disziplin zu sichern, müssen Sie Anführer des „Rudels” sein. Deshalb entscheiden Sie, wann das Spiel beginnt und wann es endet. Benutzen Sie zum Spielen keine Stöcke, denn Ihr Welpe könnte sich an einem Splitter verletzen. Auch Steine sind nicht geeignet, weil sich gerade junge Hunde einen Zahn abbrechen könnten.

Hunde lieben Spielzeug
Die meisten Hunde lieben Spielzeug und amüsieren sich prächtig damit. Sie werden mit Freude beobachten, wie Ihr Vierbeiner sich stundenlang damit beschäftigt. Normalerweise gehören zwar immer zwei zum Spielen, aber es gibt auch Spielzeuge, mit denen Ihr Hund sich alleine beschäftigen kann. Kaufen Sie Ihrem Hund nur Spielzeug aus festem, elastischem Material, das für ihn ungefährlich ist.

Sozialisierung
Sozialisierung bedeutet, dass ein Hund lernt, Beziehungen zu Menschen und anderen Hunden aufzubauen. Dieser Lernprozess dauert ein Leben lang. Eigene Erfahrungen sind für Ihren Hund ausschlaggebend und haben bleibende Auswirkungen auf sein Verhalten.

Sie sollten zeitig damit anfangen, Ihren Welpen zu sozialisieren. Alltagssituationen, mit denen Ihr Welpe in Zukunft öfter konfrontiert wird, muß er früh kennenlernen. Das gilt für Fahrten im Auto genauso wie für den Besuch des Postboten, den Kontakt mit Kindern, für die Begegnung mit Lkws, mit großen Tieren, Staubsaugern, Waschmaschinen und für viele andere Dinge.

Setzen Sie Ihren Welpen neuen Eindrücken und Geräuschen nur nach und nach aus. Lassen Sie ihn seine Welt selbst erkunden. Stellen Sie sicher, daß die Entdeckung des Staubsaugers eine positive Erfahrung ist. Hier hilft Futter neben dem Staubsauger.

Es ist wichtig, dass sich Ihr Hund in der Gesellschaft von Menschen und Kindern wohl fühlt. Aus diesem Grund sollte er oft Umgang mit Fremden haben.

Sie können ab und zu einen Fremden bitten, dem Welpen seine Leckerchen zu geben. Auf diese Weise lernt er, dass der Kontakt mit Menschen positiv ist. In Kindern sehen Hunde meist eine besondere Spezies. Kinder bewegen sich anders als Erwachsene. Sie sprechen und reagieren auch anders. Daher sollten Sie Kinder bitten, sich so oft wie möglich unter Aufsicht mit Ihrem Welpen zu beschäftigen.

Wie alle jungen Tiere spielen auch Hunde sehr gerne. Hierdurch entwickeln sie viele Fähigkeiten. Eine gute Möglichkeit für den Kontakt mit anderen Welpen ist der Besuch von Welpenspielstunden. Dort kann Ihr Welpe sich in freundlicher Umgebung an den Umgang mit anderen Hunden und Menschen gewöhnen.

Wie Ihr Welpe stubenrein wird
Ein Welpe, hat schon beim Züchter gelernt, seinen Schlafbereich zu verlassen, wenn er sich erleichtern muss. Tut er das an der richtigen Stelle, loben Sie ihn. Bestrafen Sie ihn nicht, wenn ein Malheur passiert. Ignorieren Sie den Schaden. Bringen Sie den Kleinen immer wieder zum richtigen Platz. Am besten tun Sie das direkt nach dem Aufwachen, nach jeder Mahlzeit, und dazwischen in stündlichen Intervallen. Warten Sie, bis er sein Geschäft verrichtet, und loben Sie ihn sofort!

Positive Bestätigung
Belohnen Sie Ihren Hund immer sofort, wenn er etwas richtig gemacht hat. Folgt auf sein Verhalten schnell eine angenehme Konsequenz, wird der Hund dieses Verhalten wiederholen. Das wird am Beispiel „Sitz“ deutlich: Sie halten ein Leckerli in der Hand und warten darauf, daß der Welpe sich von allein hinsetzt. Sobald er dies tut, loben Sie sofort und geben ihm den Snack. Wiederholen Sie dies in kurzen Intervallen. Beginnen Sie dann damit, in dem Moment „Sitz” zu sagen, in dem das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt. So lernt Ihr Hund, dass „Sitz” tatsächlich bedeutet, sich auf den Boden zu setzen.

Belohnen Sie also gewünschte Verhaltensweisen, und ignorieren Sie die unerwünschten. Wenn Ihr Hund z.B. Besucher anspringt, hilft es, den Hund von der unerwünschten Verhaltensweise abzulenken, indem man ein anderes Kommando gibt. Wenn der Hund dann beispielsweise “Sitz” macht und belohnt wird, wird er dieses Verhalten viel besser einstufen als den Akt des Hochspringens.