Frösche

Pfeilgiftfrösche

Pfeilgiftfrösche zu Hause im Terrarium zu halten, kann sehr faszinierend sein. Die Lebewesen sind oft schillernd bunt und haben häufig ein spannendes Verhalten.

Bei den hierzulande gehaltenen Fröschen handele es sich meist um Pfeilgiftfrösche, diese lassen sich relativ gut in Terrarien halten und auch züchten. Die Haltung von Pfeilgiftfröschen in Terrarien ist ein sehr interessantes Hobby. Bei artgerechte Pflege bieten die kleinen, bunten Fröschchen dem Terrarianer ein wahres Naturschauspiel. Ihr interessantes Balzverhalten und das damit verbundene Rufen der männlichen Frösche ist sehr schön anzusehen und zu hören.

Darüberhinaus betreiben Pfeilgiftfrösche Brutpflege. Darunter versteht man die Betreuung der Gelege und Kaulquappen. Vom täglichen Wässern des Geleges, welches das Austrocknen der Eier verhindern soll, über den Transport der geschlüpften Kaulquappen zur nächsten Wasserstelle bis zur Versorgung der Kaulquappen mit Futtereiern reicht diese Brutpflege. Es sollte darauf geachtet werden das die Klimabedingungen exakt simuliert werden. Dazu gehören in erster Linie Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Wegen ihrer geringen Grösse, benötigen die Frösche keine grossen Terrarien. Ihre Artenvielfalt ist gewaltig, Pfeilgiftfrösche gibt es in den unterschiedlichsten Farbkombinationen. Die Tagaktivität der Pfeilgiftfrösche macht diese Tiere zu wirklich interessanten Terrarientieren. Interessierte, die gerne Pfeilgiftfrösche halten möchten sollten wissen, dass eine artgerechte Haltung nur mit zeitlichen und finanziellen Aufwand zu bewältigen ist. Natürlich muss auch das Terrarium so eingerichtet werden das die Frösche die Möglichkeit haben sich zu verstecken. Desweiteren ist eine Urlaubsvertretung, während längerer Abwesenheit des Terrarianers nötig, da die Frösche selten mit in den Urlaub fahren. Ebenfalls ist es nötig, ein Wissen zu erlangen, wie die Tiere artgerecht gehalten werden. Möchte man gerne mehrere bodenbewohnende Arten zusammenhalten, muss unbedingt die Terrariumgrundfläche grösser geplant werden, die Beckenhöhe ist zweitrangig, jedoch sollte eine Höhe von 50 cm nicht unterschritten werden, da man Terrarien mit dieser Höhe hervorrangend bepflanzen kann. Dendrobates auratus und Phyllobates vittatus teilen sich in der Natur Costa Rica`s den Biotop und sind daher auch für eine Vergesellschaftung im Terrarium bestens geeignet.

Ein Terrarium mit den Massen 80cm x 50cm x 50cm sollte für eine Gruppe von 4 Phyllobates vittatus und ein Pärchen Dendrobates auratus ausreichen.  Arten aus gleichen Komplexen und verschiedene Varianten einer Froschart sollten nicht in einem Terrarium gehalten werden, da sich die Frösche untereinander verpaaren können.

Südlichen Tomatenfrosch: (Dyscophus guineti)

 Allgemeines:

Der Tomatenfrosch ist einer der weinigen Frösche die Zähne haben.Er stammt aus dem Regenwald von Madagaskar,wo er in der Erde vergraben auf Beute lauert.Der Tomatenfrosch ist ein Nachtaktiver Froschlurch und kann gut klettern.Er kann ein giftiges Sekret über die Drüsen in der Haut absondern,also immer nach einem Kontakt mit dem Frosch gründlich die Hände waschen.Die Tomatenfrösche erreichen eine Endgröße von ca.10cm.

Terrarium:

Die Tomatenfrösche sollten mindestens immer zu zweit zusammen leben.Für 2 adulte Tiere eignet sich ein Terrarium von 80×40x40cm.Größer schadet aber nie.Der Bodengrund solllte aus einem schlammigen Gemisch von Erde und Sand bestehen.Der Bodengrund sollte so um die 10cm tief sein.Eine kleine trockene Zone sollte aus Rindenmulch ebenfalls angeboten werden.Ein großer Wasserteil von ungefähr 1/4 der Gesamtfläche muss ebenfalls geboten werden.Im Wasser kann der Bodengrund aus Kies bestehen.Dem Frosch muss ein leichter ausstierg aus dem Wasser möglich sein,da Tomatenfrösche recht unbeholfen im Wasser sind.Als Pflanzen im Wasserteil eignen sich Hornkraut Wasserpest und Javamoos.An Land sind robuste Kletterpflanzen wie die Efeutute geeignet.Da die Frösche gerne klettern sollten einige Wurzeln im Terrarium sein.Verstecke dürfen natürlich auch nicht fehlen.Tagsüber sollten Temperaturen von 25°C-29°C und des Nachts 20-22°C herschen.Die Luftfeuchte sollte konstant bei 70-90% liegen.Das Wasser sollte eine temperatur von 25°C haben.

Ernährung:

Der Tomatenfrosch sollte 2 mal die Woche mit großen Heimchen und Grillen,Heuschrecken, Tauwürmern und nestjungen Mäusen gefüttert werden.

Korallenfingerlaubfrosche

Allgemein:                  

Der Korallenfingerlaubfrosch ist ein Baumbewohnender,Dämmerungs- und Nachtaktiver Froschlurch.Er erreicht eine größe von 8cm.Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt im Regenwald von Neuguinea und Australien.Der Korallenfingerlaubfrosch hält sich bevorzugt in der Nähe von Gewässern auf.

Terrarium:

Das Terrarium für diese Froschart sollte eine Mindestgröße von 60×40x60cm(LxBxH)aufweisen.Besser wäre aber 80×50x80cm.In einem 80×50x80 Terrarium können problemlos 3 Tiere untergebracht werden.Im Terrarium sollte eine große Wasserschale angeboten werden,bei der auf einen leichten Ein-und Ausstieg für die Frösche geachtet werden muss.Der Wasserstand sollte ungefähr 10-15cm hoch sein.Da die Tiere Baumbewohnend sind müssen großzügige Kletterlandschaften geboten werden.Kletterlandschaften kann man aus z.B Bambusröhren,Ästen und Lianen bilden.Ausserdem werden Pflanzen mit großen,kräftigen Blättern benötigt auf denen sich die Korallenfinger gerne Ausruhen.Als weitere Nutzbare Fläche kann man die Rückwand verwenden,indem man sie so Srukturiert das kleine Plattformen entstehen die die Frösche über Äste erreichen können.Etwas robustere Rank-und Kletterpflanzen sind ebenfalls gut geeignet.Als Bodengrund ist Rindenhumus gut geeignet.Im Terrarium sollten Tagsüber Temperaturen von 25-28°C  und während der Nacht ca.22°C herschen.                                                                                                                                               

Ernährung:

Der Korallenfingerlaubfosch sollte 2-3mal die Woche mit großen Heimchen und Grillen,Heuschrecken und nestjungen Mäusen gefüttert werden.

Schmuckhornfrosch

Terrarium:

Für einen ausgewachsenen Schmuckhornfrosch
reicht ein 60×30x30 Terrarium, da sich die Frösche nicht sehr viel
bewegen. Eine Gefäss mit Wasser sollte nicht fehlen, der Wasserstand sollte nicht über die Nassenlöcher der Frösche reichen da sie nicht gut schwimmen und sonst ertrinken können. Das Wasser sollte immer rein sein und gewechselt werden wenn es verschmutz ist.

Temperatur & Luftfeuchtigkeit:

Tag 25°C-28°C in der Nacht kann sie auf ~ 20°C sinken.
Die Luftfeuchtigkeit die man mit sprühen erreicht sollte zwichen 70 und 90% liegen.

Bodengrund:

am besten Kokoshumus, denn man je nach Verschmutzung austauscht.

Futter:
Schaben, Regenwürmer, Wachsmaden, Mäuse, Grillen, Heimchen
und alles was sonst noch ins Maul paßt.

Mäuse sollten nicht oft gefüttert werden, da sie sehr fetthaltig sind und auch einen erhöhten Purin gehalt haben dadurch
können die Frösche erblinden, Gicht bekommen oder träge werden.

Jungen Schmuckhornfröschen
bis 5 cm sollte man alle 1 bis 2 Tage mittlere Heimchen, Grillen, Mehlwürmer oder Wachsmaden füttern, die mit Vitaminpulver & Calcium bestäubt sind verfüttern.

Fröschen von 5-10cm
bestäubte Babymäuse, Regenwürmer, Grillen und kleinen Schaben alle 2-3 Tage

ausgewachsenen Schmückhornfröschen von 10- 14 cm
alle 7- 10 Tage mit bestäubten Regenwürmern, großen Schaben, Mäusen oder Wachsmaden füttern.

Trockenruhe:

Anfang Dez. sollte man die Temperaturen langsam bis auf 15° senken, die Beleuchtungszeit verkürzen und das Substrat austrocknen lassen. Die
Schmuckhornfrösche, vergraben sich dann und bilden einen Kokon aus Haut in dem sie die Trockenruhe überstehen.
Die ruhe Zeit beträgt ca. 3 Monate. Man hebt die Temperaturen dann wieder langsam an und sprüht wieder oft.
Der Frosch wird dann die Trockenruhe beenden und wieder aktiv sein.